13.05.2016

Tim und seine Schwestern bei den Delphinen

Das Delphintherapie-Team mit Tim, Melissa und Naomi (vrnl.)

Die aufregende Zeit, mit den vielen Terminen vor und nach Tims 18. Geburtstag im Juli letzten Jahres, hatte sich langsam etwas „entschleunigt“ und die Weihnachtszeit die erhoffte Besinnlichkeit gebracht. Doch im neuen Jahr begannen dann direkt die Vorbereitungen des nächsten Höhepunkts für Tim und seine Schwestern Melisssa und Naomi (beide haben wie Tim das Down-Syndrom), nämlich die Delfintherapie in Curacao. Wer glaubt, dass das nach den bereits erfolgreich absolvierten Therapien ein Routine-Fall ist, der irrt. Jedes Mal sind viele Vorbereitungen zu treffen und unglaublich viele organisatorische Aufgaben zu bewältigen. Besonders für Tim, der leider nach wie vor mittels Sondennahrung ernährt werden muss, ist die Vorbereitung sehr zeitraubend. Diesmal waren wir mit drei Therapiekindern unterwegs, was uns doch vor die eine oder andere logistische Herausforderung stellte. Für Naomi, Tims jüngste Schwerster, die vor 18 Monaten im Alter von 10 Jahren in unsere Familie kam, konnten wir einen Therapieplatz ergattern und auch die nötigen finanziellen Mittel zusammenbekommen. Naomi war natürlich sehr aufgeregt,  während Melissa wie Tim bereits recht therapieerfahren ist und schon wusste schon sehr genau, was auf sie zukam.

Vorfreude und Therapieerfolg

Anders als bei den zurückliegenden Reisen nach Curacao, sind wir diesmal anstatt von Amsterdam von Düsseldorf geflogen. Das hatte für uns den Vorteil, dass die Anreise zum Flughafen etwas entspannter ablief und die Kosten für die Flüge deutlich geringer waren, denn die Fluggesellschaft airberlin unterstützt die Delfintherapie, indem die Therapiekinder nur die Flughafengebühr und den Kerosin-Zuschlag zahlen müssen.

Der Flug war dann sehr von Tims Vorfreude auf die Therapie geprägt, was er durch starkes Lautieren und Klatschen zeigte. An Schlaf war auf den 10-stündigen Flug natürlich nicht zu denken.

In Curacao war die Betreuung durch das Curacao Dolphin Therapie Center (CDTC) wie immer sehr gut, was mit der Abholung am Flughafen beginnt und während der gesamten 14 Tage auf einem sehr hohen Niveau fortgesetzt wurde.

Tim uns seine Schwestern wurden wie immer herzlichst von dem gesamten CDTC-Team begrüßt und mit einer sehr hohen Professionalität betreut. Unter diesen hervorragenden Bedingungen wurden die Therapien der drei Geschwister zu einem vollen Erfolg. Tim konnte besonders im Bereich der Kommunikation und Verhalten tolle Fortschritte machen. Die Ruhe, die er inzwischen ausstrahlt, ist für alle in seinem Umfeld eine Wohltat und die Interaktion zwischen seinen Schwestern, besonders zwischen Tim und Naomi ist eine echte Bereicherung. Naomi hat es geschafft, Tim als ihren großen Bruder für sich zu gewinnen, was sich im täglichen Miteinander als äußerst hilfreich erwiesen hat. Die Beiden  hegen füreinander eine große Empathie und sind sehr besorgt um das Wohl des anderen.

„Unglaublich dankbar“

Wir empfinden eine unglaubliche Dankbarkeit für die Entwicklung unserer Familie, die mit Naomi komplettiert wurde. Unsere älteren Söhne Marco (24) und Pablo (21) studieren recht erfolgreich in den Niederlanden, bringen sich aber regelmäßig in unsere Familie ein, sei es per Email, Telefon, via Skype oder, wenn sie es einrichten können, auch durch Besuche. Tim, Melissa und Naomi sind ein eingespieltes Tim, das sich gegenseitig hilft und ständig weiter entwickelt.

Dass sich unsere Kinder so gut weiterentwickeln, verdanken wir den vielen Helfern, Therapeuten und natürlich auch den Delfinen der Delfintherapie. Durch ihre Spenden konnten wir Tim diese großartige Therapie ermöglichen. Dafür möchten wir uns bei Ihnen ganz herzlich bedanken.

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