26.01.2018

Ein neues Kapitel in Tims Leben

Vorbereitung aufs Berufsleben

Tim macht während der Delphintherapie entscheidende Fortschritte

Der weiße Malteserbus hält an, die große Schiebetür öffnet sich. Aus dem Bus klettert Tim, seine Arbeitstasche im Schlepptau. Mit großen schnellen Schritten geht er zielstrebig auf die Haustür zu und nach einer freudigen Begrüßung hat er nur noch ein Ziel: sich endlich in seinem Zimmer von seinem Arbeitstag zu erholen. Dabei spielt er mit einer Frisbee, die er wie einen Kreisel auf dem Fußboden dreht. Tim ist inzwischen ein junger Mann und geht sein erstes Jahr in eine Werkstatt, wo er nach seinen Möglichkeiten auf das Berufsleben vorbereitet wird. Dabei durchläuft er zwei Jahre lang den Berufsbildungsbereich der heilpädagogischen Werkstatt. Das bedeutet, dass er verschiedene Arbeitsfelder, wie Holz- und Metallverarbeitung, Gartenpflege und Hauswirtschaft kennenlernt. Wer hätte das vor einigen Jahren gedacht, bei Tims Vorgeschichte, die mit seiner überlebten Abtreibung begann und mit negativen Prognosen begleitet war. Wir sind natürlich sehr stolz auf Tim und sehr dankbar für die viele Unterstützung, die Tim im Laufe der Jahre erhalten hat. Da ist natürlich die Delphintherapie besonders herauszuheben.

Neuer Erfolg durch die Delphintherapie

Für seine Delphintherapie im Oktober 2017, die dank der Unterstützung der Stiftung "Ja zum Leben" und durch Ihre großzügigen Spenden wieder realisiert werden konnte, musste sich Tim seinen ersten Urlaub nehmen. Zusammen mit seinen Schwestern Melissa und Naomi nahm Tim wieder an der Delphintherapie teil, die ihm so viel bedeutet und seine Entwicklung so unfassbar gut gefördert hat. Hier hat er wieder die entscheidenden Fortschritte gemacht, Selbstvertrauen getankt, sich kognitiv weiterentwickelt und seine Feinmotorik verbessert. Das sind im heutigen Arbeitsalltag wichtige Voraussetzungen. So hatte uns beispielsweise die Werkstatt, in der Tim auf das Arbeitsleben vorbereitet wird, die Aufgabenstellung mit auf den Weg gegeben, Schrauben nicht nur vom Gewinde herunter, sondern auch darauf zu drehen. Das konnte Tim bislang noch nicht. Daran hat der Therapeut Sebastian unter anderem mit Tim gearbeitet und geschafft, Tim auch diese Bewegung zu vermitteln.

Glück wird greifbar

Es sind die vielen schönen Momente, das Glück, das greifbar wird, wenn Tim und die anderen Therapiekinder mit den Delphinen arbeiten, die uns immer wieder motivieren die Strapazen der Vorbereitungen und besonders den langen Flug auf uns zu nehmen, um unseren Kindern diese großartige Therapie zu ermöglichen. Und auch Wochen und Monate nach der Delphintherapie sitzen Tim und seine Schwestern gebannt vor dem Fernseher und sehen sich die Videos und Fotos an, die von ihnen mit den Delphinen während der Therapie gemacht wurden.  

Für uns als Beobachter am Rand der Bucht ist aber auch sehr schön zu sehen, wie bei anderen Therapiekindern die positiven Entwicklungen durch die Arbeit mit den Delphinen verstärkt werden. So wurde z.B. aus einem Jungen, der sichtlich großen Respekt vor dem Wasser und dem Delphin hatte, im Laufe der zweiwöchentlichen Therapie ein mutiger Bewunderer der Delphine. Es freut uns in diesem Zusammenhang sehr, dass wir durch unsere Berichte über Tims Delphintherapie andere Familien mit besonderen Kindern ermutigt haben, auch an einer Delphintherapie teilzunehmen.

Simone und Bernhard Guido

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