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Dezember 1997 berichtete FOCUS über einen kleinen Jungen, der seine eigene
Abtreibung überlebt hatte. Die Mutter, die zu diesem Zeitpunkt bereits in
der 25. Schwangerschaftswoche war, hatte die Abtreibung in Oldenburg vornehmen
lassen, weil der Junge einen genetischen Defekt (Down-Syndrom) hatte. Laut
FOCUS sei das Kind, das lebend zur Welt kam, 10 Stunden lang unversorgt
"liegengelassen" worden. Erst als der Junge partout nicht sterben
wollte, hätten die Ärzte der Städtischen Kliniken Oldenburg eine intensive
medizinische Versorgung eingeleitet. 1)
Richtig bekannt wurde der Fall allerdings erst, nachdem die Eltern des Jungen die Städtischen Kliniken verklagten. Ihr Vorwurf: Sie seien nicht über das "Risiko" aufgeklärt worden, daß ihr Kind überleben könnte. 2) Auch der Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, CDU erstattete Strafanzeige. 3) Tim, so heißt das "Oldenburger Baby", lebt seit März 1998 in einer Pflegefamilie im Landkreis Cloppenburg. 4) Seit seiner Abtreibung wurde er Presseberichten zufolge, mindestens siebenmal operiert. 5) Tim ist kein Einzelfall: Laut Dr. Christian Albring (Fortbildungsleiter zum Schwangerschaftsabbruch der Ärztekammer Niedersachsen) kommen 30% aller spätabgetriebenen Kinder lebend zur Welt. 6) Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, Prof. Dr. Dietrich Berg, spricht von 100 Kindern jährlich (!), die eine Abtreibung überleben. 7) In den Ruhrnachrichten berichtet Horst-Eberhard Hütt von zwei weiteren Kindern, die ihre Abtreibung überlebt haben. Der eine "Fall" hat sich Köln-Holweide, der andere in Hannover ereignet. 8) Datum der letzten Änderung: 09.01.00 Technische Fragen zu dieser Homepage richten Sie bitte an den Webmaster |